Übung Oberkotzau - Kfv Hof

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Übung Oberkotzau

Bericht: Tim Raml (FF Hof)
Bilder: Thomas Schaller (Pressesprecher Insp.-Bereich I)



Großübung in Oberkotzau



Am Samstag, 05.11.2011, fand in der Grund- und Mittelschule Oberkotzau eine groß angelegte Einsatzübung statt. In dem Altbau, der derzeit abgerissen wird, konnte so eine Übung unter realistischen Bedingungen mit pyrotechnischen Effekten stattfinden. Geplant wurde die Übung von der Führung der FF Oberkotzau in Zusammenarbeit mit der Firma Hick Bohr- und Sprengtechnik aus Schirnding, die auch die pyrotechnischen Effekte lieferte und installierte, sowie auslöste.

Aufgrund der eingespielten Lage mit Explosionen und offenem Feuer wurde von der ILS Hochfranken als Erstalarmierung ein Brand B 4 (2 Löschzüge) alarmiert. So wurden die Feuerwehren Oberkotzau, Döhlau, Schwarzenbach an der Saale, Hof-Moschendorf und Hof in Marsch gesetzt. Weiterhin wurden auch Kräfte vom Bayerischen Roten Kreuz in die Übung eingebunden, die allerdings vorher in Bereitschaft standen.

Ersteintreffendes Fahrzeug war das LF 16/12 der Feuerwehr Oberkotzau, von welchem sofort ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung und Personensuche ins zweite Obergeschoss vorging. Weiterhin wurden ein Sicherungstrupp gestellt und eine erste Wasserversorgung von einem Hydranten hergestellt. Bereits während des Aufbaus kam es zu weiteren Explosionen und zu einer Durchzündung im 1. Obergeschoss. Das zweite Fahrzeug, der SW 2000, begann sofort eine Wasserversorgung von der Saale zum Schulgelände aufzubauen. Hierzu brachte man die eigene Tragkraftspritze, sowie die vom TSF der FF Fattigau in Stellung und legte eine doppelte B-Leitung zur Schule. Mit Eintreffen der weiteren Kräfte aus Döhlau und Schwarzenbach gingen weitere Atemschutztrupps ins Gebäude vor. Nachdem alle Personen über das Treppenhaus gerettet wurden, wurde über die DLK 23-12 der FF Hof ein Wenderohr vorgenommen, über die DLA(K) der FF Schwarzenbach/Saale ging ein Trupp zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Im Außenangriff wurde weiterhin der Dachwerfer des TLF 20/40-SL der FF Hof eingesetzt, versorgt wurde das Fahrzeug über die B-Leitungen von der Saale, die DLK wurde über einen Hydranten, bzw. das TLF 16/25 aus Moschendorf gespeist.

Nachdem alle Personen gerettet, alle "Feuer" gelöscht und alle Stockwerke wieder rauchfrei waren, wurde die Übung beendet und die eingesetzten Gerätschaften zurückgebaut. An der Übungsbesprechung und einer weiteren Demonstration durch die Firma Hick konnten die Hofer Kameraden nicht mehr teilnehmen, nachdem im Stadtgebiet nach einer bereits sehr arbeitsintensiven Woche erneut ein Brand B 3 gemeldet wurde, der sich nach Eintreffen zum Glück als Fehlalarm herausstellte.

Letztendlich kann man sagen, dass die realistische Schadensdarstellung eine Übung dieser Größenordnung vor allem für die Einsatzkräfte im Innenangriff sehr interessant macht, aber eben auch eine erhöhte Sorgfalt erfordert. Auch bei den Kräften im Außenangriff war eine erhöhte Aufmerksamkeit und Aufregung spürbar, da man die Detonationen in der ganzen Umgebung hörte.

Eingesetzte Fahrzeuge:


  • Feuerwehr Oberkotzau: MZF, LF 16/12, LF 10/6, SW 2000

  • Feuerwehr Schwarzenbach/Saale: DLA(K) 23/12 GL, LF 16/12

  • Feuerwehr Döhlau: MZF, LF 8/6

  • Feuerwehr Fattigau: TSF

  • Feuerwehr Hof: KdoW, TLF 20/40-SL, DLK 23-12, TLF 16/25 (Abt. 5)

  • Kreisbrandinspektion: Hof-Land 2, Hof-Land 2/4

  • BRK: ELRD, RTW, GTW, KTW-4


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