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Frankenpostbericht von Sandra Hüttner; Bilder FF Berg
Knoten und Kuppeln gegen die Zeit
Zum Jugendleistungsmarsch in Berg reisen viele Nachwuchsfeuerwehrler aus dem ganzen Landkreis an. Vier Teams messen sich im Oktober im Bezirksentscheid mit den besten Gruppen Oberfrankens.
Berg -
Außerdem werden die Teams "Berg 1" (zweiter Platz mit 13 Fehlerpunkten), Helmbrechts 2 (dritter Platz und 18 Fehlerpunkte) sowie Lichtenberg (vierter Platz mit 19,5 Fehlerpunkten) den Landkreis im Bezirksentscheid in Bad Staffelstein vertreten. Dort messen sich am Samstag, 1. Oktober, Nachwuchsfeuerwehren aus ganz Oberfranken.
Guter Ausbildungsstand
Zurück zum Landkreisentscheid nach Berg: Am Samstag traten 76 Nachwuchsfeuerwehrler aus dem ganzen Landkreis in 19 Teams zu viert mit je einem Betreuer an. Den Wettbewerb richtete die Freiwillige Feuerwehr Berg mit ihrem Kommandanten Gunther Schaller aus. Den Ablauf des Jugendleistungsmarsches unterstützten die sieben Ortsteilwehren des Berger Winkels, die das technische Gerät zur Verfügung stellten und einzelne Stationen betreuten.
Der Jugendleistungsmarsch galt als Qualifikation für den Bezirkswettkampf. Den Jugendlichen wurde auf der vier Kilometer langen Strecke in Berg an zwölf Stationen einiges abverlangt. Mit den gezeigten Leistungen bewiesen aber alle einen guten Ausbildungsstand. Start und Ziel war das Feuerwehrgerätehaus der Berger Wehr. Von hier aus ging es mit einer Karte quer durch die Gemeinde. Die Teilnehmer mussten außerdem Fragen beantworten, etwa zum Einsatz der Feuerwehren, zu Brandklassen oder Löschmethoden.
An Praxisstationen mussten sie beispielsweise Rettungsknoten anlegen, Schläuche ausrollen, Rohre verlegen, Leinenbeutel werfen und Ausrüstungsgegenstände zuordnen. Die Teilnehmer mussten bei allen Aufgaben strenge Regeln und vor allem zeitliche Vorgaben einhalten.
An manchen Stationen verfolgten interessierte Zuschauer das Geschehen und zollten den jungen Feuerwehrlern damit Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft. An jeder Station agierten Kreisbrandmeister aus dem gesamten Landkreis als Schiedsrichter. Trotz Wettkampfstresses war nach der Rückkehr zum Feuerwehrgerätehaus Gelegenheit für kurzweilige Unterhaltung: Um den Jugendlichen die Zeit bis zur Siegerehrung zu verkürzen, hatte die Feuerwehr Berg eine "Gaudistation" eingerichtet. In Zweierteams hüpften die Jugendlichen im Sack um Pylone. Das Team "Martinlamitz 1" hatte mit einer Zeit von 22 Sekunden in diesem unterhaltsamen Wettkampf die Nase vorn, gefolgt von dem Team "Konradsreuth/Oberpferdt" mit 27 Sekunden und dem Team "Martinlamitz/Quellenreuth" mit 28 Sekunden.
Dank für die Leistung
Die offizielle Siegerehrung zum Landkreisentscheid leiteten Kreisbrandinspektor Willi Zemsch, Kreisbrandmeister Rüdiger Lang, der Berger Kommandant Gunther Schaller sowie Bürgermeister Peter Rödel, die sich in ihren Grußworten für die gezeigten Leistungen und die investierte Zeit bedankten.
Um einen fairen Wettkampf der Jugendlichen zu garantieren, war eine Wettkampfleitung zusammengestellt worden, die nach Rückkehr aller Gruppen die Auswertung vornahm, Fehlerpunkte addierte und das Gesamtergebnis feststellte.
Unterwegs hatte es zwei kleinere Unfälle gegeben, die aber einen glimpflichen Ausgang fanden. Die Veranstaltung begleiteten die "Helfer vor Ort" aus Berg, sodass schnell Hilfe an Ort und Stelle war. Zur Sicherheit kamen die beiden Jugendlichen in ärztliche Behandlung, konnten aber bald wieder nach Hause.
Platz |
Feuerwehr |
1 |
Helmbrechts I |
2 |
Berg I |
3 |
Helmbrechts II |
4 |
Lichtenberg |
5 |
Gössenreuth |
6 |
Zedtwitz II |
7 |
Zedtwitz I |
8 |
Hof |
9 |
Martinlamitz / Quellenreuth |
10 |
Martinlamitz I |
11 |
Issigau I |
12 |
Martinlamitz II |
13 |
Konradsreuth / Oberpferd |
14 |
Berg II |
15 |
Helmbrechts IV |
16 |
Helmbrechts III |
17 |
Oberpferd / Martinlamitz / Berg |
18 |
Förbau / Martinlamitz |
19 |
Issigau II |
Besondere Auszeichnung
Eine besondere Ehrung erhielt Gerhard Schmidt, Kreisbrandmeister für den Bereich Schwarzenbach an der Saale und Oberkotzau. Er erhielt für sein Engagement und seinen Einsatz in der Jugendarbeit die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken in Silber. Der Kreisbrandmeister für Jugend, Rüdiger Lang, heftete dem verdienten Feuerwehrler die Ehrennadel an Revers und überreichte die Urkunde. Wie Lang sagte, war Schmidt bei vielen Wettbewerben als Schiedsrichter vertreten. Er verstehe es, mit seiner positiven Art die Jugendarbeit anzukurbeln und Jugendliche für die ehrenamtliche Arbeit in den Feuerwehren zu gewinnen.
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