BF Tag Zell - Kfv Hof

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BF Tag Zell

Jugendfeuerwehr

Bericht und Bilder: FF Zell

Jugendberufsfeuerwehrtag  der Gemeinden Zell, Sparneck und Weißdorf



Einen ereignisreichen und anstrengenden 24-Stunden Jugendberufsfeuerwehrtag haben die Jungfeuerwehrler der Gemeinden Zell, Sparneck und Weißdorf hinter sich. Am Samstag um 14 Uhr trafen sich die jungen Leute mit ihren Betreuern im Zeller Feuerwehrhaus. Zur Begrüßung durch die Jugendwarte Martin Günther und Dorit Baumgärtel waren auch die beiden Zeller Kommandanten Michael Lauterbach und Sebastian Ittner, sowie der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Zell Erich Hilpert erschienen und freuten sich über das Engagement der Jugendlichen für die Feuerwehr. Nach Besichtigung des Gebäudes und Bezug des Nachtlagers erfolgte die Gruppeneinteilung auf das Fahrzeug der Zeller und der Sparnecker Feuerwehr.

Auf dem Dienstplan stand zuerst die Fahrzeug- und Gerätekunde. Noch nicht ganz abgeschlossen erfolgt der erste Einsatz: Dachstuhlbrand an der Zeller Schule. Die Jugendlichen wurden mit ihren zugewiesenen Fahrzeugen zum Brandort gefahren. Hier hieß es dann, Löschwasserversorgung von einem nahegelegenen Überflurhydranten aufbauen und Löschangriff mit drei C-Rohren. Nach erfolgreicher Löschung ging es zurück zum Gerätehaus, wo die Fahrzeuge wieder aufgerüstet wurden und somit für den nächsten Einsatz bereit sind .Der nächste Punkt  auf dem Dienstplan war die Abnahme der Jugendflamme 1.

Alle teilnehmenden Jugendlichen nahmen erfolgreich daran teil. Kreisbrandinspektor Reiner Hoffmann und Kreisbrandmeister Wolfgang Bessert konnten sich nicht nur bei der Abnahme der Jugendflamme ein Bild vom Können der jungen Feuerwehrler machen, sondern auch beim nächsten Einsatz. Eine Person ist einen Abhang hinunter gestürzt. Die Feuerwehr rückte aus, um die Person zu retten. Vor allem Magdalena Hilpert von der DLRG kam hier zum Einsatz. Sie nahm gemeinsam mit ihrem Vater Markus Hilpert am 24-Stunden-Tag teil. Für das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze ist zwar nur theoretisches Wissen erforderlich, aber so wurde  ihr Wissen gleich praktisch geprüft.  Sie nahm an fast allen Einsätzen teil, da immer wieder verletzte oder bewusstlose Personen  zu retten waren.

Nach diesem weiteren erfolgreichen Einsatz hatten sich die Jugendlichen ihren Grillabend redlich verdient. Ein Sparnecker Metzger und ein Zeller Bäcker sorgten dafür, dass hier keine Kosten entstanden. Genauso wie ein Zeller Getränkemarkt, der die Getränke zur Verfügung stellte. Ohne die Sponsoren wäre dieser Tag so nicht durchführbar gewesen.

Gut gestärkt ging es dann gleich zum nächsten Einsatz. Ein Container hatte Feuer gefangen. Nach erfolgreicher Löschung und erneuten Aufrüsten der Fahrzeuge konnte bei Spiel und Spaß am Lagerfeuer die Kameradschaft gepflegt werden. Doch eine vermisste Person im Waldgebiet von Zell machte einen erneuten Einsatz notwendig.

Es wurde eine Menschenkette gebildet und die Wärmebildkamera eingesetzt. Nach einer Stunde war die Person gefunden und versorgt und laut Dienstplan die Nachtruhe eingeplant. Die jungen Leute waren aber erstaunlicher Weise noch so fit, dass ans Schlafen vorerst noch nicht gedacht wurde. Als gegen Mitternacht doch etwas Ruhe einkehrte, brande allerdings ein Holzstapel am Haidberg. Also wieder in die Schutzbekleidung und ins Einsatzfahrzeug. Wobei bewusst die Fahrzeuge immer wieder getauscht wurden. Das Fahrzeug der Zeller und Sparnecker Feuerwehr sind mit verschiedenen Geräten bestückt, sodass beim Einsatz immer wieder umgedacht werden musste.

Nachdem die Fahrzeuge wieder startbereit in der Halle standen, kehrte in der Nacht trotzdem nur kurz Ruhe ein. Wer dann gegen Morgen doch endlich mal schlief, wurde um halb Sieben vom Alarm geweckt. Bewusstlose Person im Zeller Freibad, lautete die Meldung.

Danach ging es erst mal ganz nach Dienstplan: Frühstück und anschließend Unterricht zum Thema Gefahrenstoffe. Um gleich das Erlernte praktisch umzusetzen, unterbrach ein Einsatz  den Unterricht. Passend zum Thema lautete der Einsatz: Auslaufen von Treibstoff am Zeller Flugplatz. Kaum waren die Fahrzeuge ans Gerätehaus zurückgekehrt und aufgerüstet, wurde eine unklare Rauchentwicklung am Zeller Grillplatz gemeldet. Der "Waldbrand" konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden und so sollte laut Dienstplan die Erste-Hilfe-Ausbildung durch Rettungsassistent Markus Hilpert von der DLRG Zell stattfinden. Doch gleich zwei Einsätze mussten gefahren werden. Ein Fahrzeug fuhr zum Seniorenhaus, hier musste eine Katze von einem Baum gerettet werden und die Mannschaft des zweiten Fahrzeuges kümmerte sich um die Äste auf der Fahrbahn Richtung Oberhaid. Das anschließende Mittagessen, welches das Seniorenhaus kostenfrei zur Verfügung stellte, konnte dann allerdings ohne erneuten Einsatz eingenommen werden.
Nach dem alle Fahrzeuge und das Gerätehaus gemeinsam gereinigt waren, konnten die jungen Feuerwehrler auf zehn gut durchdachte und gut gestaltete Einsätze zurückblicken. Alle fanden es toll, hatten ihren Spaß und dabei auch noch viel gelernt. Sie freuen sich auf das nächste Jahr, denn es soll nicht der einzige gemeinsame Jugendberufsfeuerwehrtag der drei Waldsteingemeinden bleiben. Zuerst als getrennte Tage geplant, entwickelte sich ein gemeinsamer Tag für die Jugendlichen daraus. Da die drei Gemeinden häufig miteinander alarmiert werden, bot sich ein gemeinsamer Jugendfeuerwehrtag an, da es ein guter Grundstock für die späteren gemeinsamen Einsätze beim aktiven Dienst ist.             



mehr Bilder unter: www.ff-markt-zell.de



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